Innovative Leistungen
Insbesondere im Bereich der Kardiologie haben sich in den letzten Jahren eine Vielzahl von Innovationen ergeben, die die Versorgung von Herzpatienten sicherer, effektiver und weniger belastend gemacht haben. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise minimal-invasive Eingriffe am Herzen (perkutaner Aortenklappen-Ersatz, PFO-Verschluss), spezielle Ablationsverfahren (Vorhofflimmer-Ablation), biventrikuläre Herzschrittmacher- und ICD-Systeme oder der dreidimensionale Herzultraschall.
Wir – das Team des KIZ – beschäftigen uns seit vielen Jahren schwerpunktmäßig mit innovativen Technologien, um unseren Patienten frühzeitig moderne Behandlungsverfahren anbieten zu können. Die kritische Auswahl sinnvoller und sicherer Diagnose- und Therapieverfahren steht für uns im Focus, wobei unser reger Austausch mit Spezialisten aus Kliniken und der Medizintechnik-Industrie sehr hilfreich ist. Auf diese Weise können wir Ihnen eine kardiologische Behandlung „am Puls der Zeit“ garantieren!
Im weiteren finden Sie eine Auswahl innovativer Leistungen, die wir Ihnen direkt über unsere Praxis anbieten können. Darüber hinaus stehen Ihnen als Patient jedoch durch unser weitgefächertes Expertennetzwerk zahlreiche weitere innovative Diagnose- und Therapieansätze zur Verfügung.
Nierenarterienablation bei Bluthochdruck
Minimal-invasiver Vorhofohr-Verschluß bei Vorhofflimmern
Home-Monitoring für Herzschrittmacher und Defibrillatoren
Herzfrequenzvariabilität (HRV) zur Beurteilung des vegetativen Nervensystems

Nierenarterienablation bei Bluthochdruck
Bereits seit Jahrzehnten wird Bluthochdruck (Hypertonie) mit blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt. In einigen Fällen ist ein Bluthochdruck aber so schwer ausgeprägt, dass er selbst mit der Kombination mehrerer Wirkstoffe nicht ausreichend gesenkt werden kann. In anderen Fällen ist eine effektive Bluthochdrucktherapie aufgrund von Medikamenten-Unverträglichkeiten nicht möglich. Diesen Patienten, die in der Vergangenheit nicht adäquat behandelt werden konnten, steht nun ein neuartiges minimal-invasives Verfahren zur Verfügung: Die Nierenarterienablation. Hierbei werden durch einen kleinen Katheter, der minimal-invasiv in die Nierenarterie eingebracht wird, die in der Umgebung der Nierenarterie verlaufenden sympathischen Nervenfasern mittels Radiofrequenz-Wellen verödet. Die Wirksamkeit einer derartigen Behandlung ist langfristig mit einer medikamentösen Kombinationstherapie aus 3 verschiedenen Wirkstoffen vergleichbar. Nähere Informationen zu diesem minimal-invasiven Eingriff finden Sie auf der Homepage des KIZinvasiv.
Minimal-invasiver Vorhofohr-Verschluß bei Vorhofflimmern
Im Rahmen von Vorhofflimmern kann es im Herzen zur Bildung von Blutgerinnseln kommen, die mit dem Blutstrom verschleppt werden und beispielsweise im Gehirn zu einem Schlaganfall führen können. Die Blutverdünnung mit “Marcumar” ist daher bereits seit Jahrzehnten ein elementarer Behandlungsbaustein bei Patienten mit Vorhoffllimmern. Es handelt sich hierbei prinzipiell um eine effektive und sichere Therapie. Einige Patienten können allerdings aufgrund von Unverträglichkeiten oder aus anderen Gründen kein Marcumar einnehmen. Bisher waren diese Menschen unweigerlich einem erhöhten Schlaganfall-Risiko ausgesetzt. Mittlerweile gibt es jedoch die Möglichkeit, mittels minimal-invasiver Techniken den Ursprungsort der gefährlichen Blutgerinnsel am Herzen auszuschalten: Das “Vorhofohr”. Hierbei handelt es sich um eine kleine Aussackung im Bereich des linken Herzvorhofs. Mit einer Art “Stöpsel” wird diese Aussackung kahtetergeführt – also ohne offene Operation – verschlossen. Nähere Informationen zu diesem minimal-invasiven Eingriff finden Sie auf der Homepage des KIZinvasiv.
Home-Monitoring für Herzschrittmacher und Defibrillatoren
Implantierbare Herzschrittmacher und Defibrillatoren müssen in regelmäßigen Abständen nachkontrolliert werden. Dabei wird die technische Integrität des Systems überprüft und Warnmeldungen (z.B. über schwere Herzrhythmusstörungen) aus dem Speicher werden ausgelesen und analysiert. Diese Nachkontrollen finden bisher in einer entsprechenden Fachpraxis oder in der Klinik statt. Von Nachteil ist, dass eine Warnmeldung des Systems nicht bereits zum Zeitpunkt des Auftretens, sondern erst bei der Nachkontrolle von Ihrem Arzt erkannt werden kann.
Für Patienten, die sich eine ortsunabhängige Nachkontrolle ihres Herzschrittmachers oder Defibrillators wünschen, gibt es mittlerweile neuartige Systeme, die eine Datenübertragung auch von zu Hause aus (z.T. auch aus dem Ausland) ermöglichen. Der persönliche Besuch bei einem Facharzt oder in einer Klinik ist dabei nicht mehr zwingend notwendig. Zu nennen sind beispielsweise das „CareLink“-System der Firma Medtronic, das „BIOTRONIK Home Monitoring“ oder „Merlin@home“ der Firma St. Jude Medical.
Von Vorteil ist auch, dass Warnmeldungen auf diese Weise frühzeitig an den betreuenden Herzspezialisten gemeldet werden, und die notwendigen Maßnahmen schneller als bisher eingeleitet werden können. Voraussetzung für diese Technologie ist allerdings die Implantation eines technisch entsprechend ausgestatteten Herzschrittmachers bzw. Defibrillators.
Die Nachkontrolle impantierbarer Herzschrittmacher und Defibrillatoren mittels Datenfernübertragung von zu Hause aus wird sich vermutlich in den nächsten Jahren durchsetzen. Wir bieten Ihnen daher bereits heute eine derartige Möglichkeit. Für den Fall, dass Sie Interesse haben, sprechen Sie uns bitte persönlich an. Die notwendigen technischen Voraussetzungen machen eine sehr individuelle Vorausplanung notwendig.

Herzfrequenzvariabilität (HRV) zur Beurteilung des vegetativen Nervensystems
Bis vor einigen Jahrzehnten wurde allgemein angenommen, ein gleichmäßiger Herzschlag sei ein Zeichen für Gesundheit. Heute weiß man, dass der zeitliche Abstand zwischen zwei Herzschlägen beim gesunden Menschen variiert. Unser Herz schlägt also unterschiedlich schnell, nicht konstant in einem Takt! Diese zeitlichen Unterschiede (Herzratenvariabilität, HRV) geben Auskunft über Belastungs- und Erholungsphasen und damit über das vegetative Nervensystem des Körpers. Sie werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Einerseits verändern äußere Einflüsse unseren Herzschlag. Wenn wir uns durch sportliches Training anstrengen, dann beginnt unser Herz schneller zu schlagen, manchmal klopft es auch „bis in die Ohren“. Umgekehrt bringen beispielsweise positive Gedanken an unsere letzten schönen Urlaubstage Ruhe in das menschliche System und damit in die Herzfrequenz. Es gibt aber auch innere Rhythmen, die in bestimmten Zeitabständen eine Änderung der Herzfrequenz hervorrufen – alle 10 Sekunden etwa ändert sich die Herzfrequenz durch die so genannte Blutdruckrhythmik.
Aus der präzisen Messung der verschiedenen Abstände zweier Herzschläge ergeben sich Indikatoren für Leistungsfähigkeit, Vitalität und den allgemeinen Gesundheitszustand. Die Herzfrequenzvariabilität spiegelt daher den aktuellen Zustand des vegetativen Nervensystems wieder. Mit einem speziellen Langzeit-EKG-Gerät ist es mittlerweile möglich, diese Daten in der täglichen Praxis zu erfassen. Durch eine neuartige softwaregestützte Aufbereitung der Messdaten und Darstellung in Form eines anschaulichen Farbbildes (Fire of Life“) ist nun eine Beurteilung des vegetativen Nervensystems möglich. Diese Information hilft uns bei der frühzeitigen Diagnose verschiedener Störungen im Körper (z.B. chronische Stressbelastung, Burnout-Syndrom, Depression, Schlafstörungen), erleichtert die Entwicklung entsprechender Behandlungsstrategien und ermöglicht uns im Verlauf die Kontrolle des Therapieerfolges.






