Sportmedizin

Körperliches Training hat heutzutage bei einer Vielzahl von Erkrankungen eine mindestens gleichwertige Bedeutung, wie die medikamentöse Therapie. Neben der Lebensqualität können sich durch regelmäßiges Training sämtliche Leistungsparameter und die Lebenserwartung verbessern. Mit anderen Worten:

Fitte Menschen leben länger und glücklicher als unfitte!

Individuelle Trainingsberatung

Kennen Sie schon die Antwort auf folgende Fragen?

Wie fit bin ich?
Wie kann ich meine Fitness verbessern?
Wie fange ich nach langer Zeit wieder an zu trainieren?
Warum verbessere ich mich nicht trotz Training?
Wie kann ich am besten meine sportlichen Ziele erreichen?
Wie schaffe ich es, mit wenig Zeit die besten Ergebnisse aus meinem Training zu erzielen?

Wir können Ihnen helfen, Ihre Fitness zu verbessern. Oft ist dabei die Durchführung einer Leistungsdiagnostik unumgänglich, denn nicht immer entspricht der über Formeln berechnete Puls auch Ihrem individuellen Trainingspuls. Mittels einer Leistungsdiagnostik ist es möglich, Ihren individuellen Bereich zu ermitteln und festzustellen, ob Sie bisher überhaupt richtig trainiert haben. Zusätzlich erstellen wir gerne mit Ihnen zusammen ein Trainingsplan für die nächsten Wochen/Monate.

Nicht nur sportlich Begeisterte, sondern und gerade auch Herzpatienten sollten ihre Trainingsbereiche kennen, um die bestmögliche Wirkung Ihres Trainings zu erzielen!

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Leistungsdiagnostik

Bei einer Leistungsdiagnostik werden während einer Belastungsuntersuchung die individuellen Trainingsbereiche ermittelt. Zu diesem Zweck kann entweder eine Spiroergometrie oder eine Laktatdiagnostik durchgeführt werden, bei bestimmten Fragestellungen werden beide Untersuchungen sogar miteinander kombiniert. Diese Methoden ermöglichen die Ermittlung von Laktatschwellen bzw. ventilatorischen Schwellen, anhand derer die für Sie zugeschnittene Trainingsintensität bestimmt werden kann. Natürlich werden internistische Begleiterkrankungen wie z.B. Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen, aber auch orthopädische Probleme berücksichtigt.

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Laktatdiagnostik

Diese Form der Belastungsuntersuchung erfolgt auf einem Fahrradergometer. Alle 3 Minuten wird die Belastungsintensität gesteigert, bis die Ausbelastung erreicht ist. Die Methode erfordert pro erreichter Belastungsstufe einen Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen. Daraus kann die Milchsäurekonzentration (Laktat) bestimmt werden. Milchsäure entsteht, wenn die Muskulatur nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen kann, also wenn der Muskel für diese Belastungsstufe nicht ausreichend gut trainiert ist. Mit steigender Belastung kommt es meist zu einem raschen Anstieg der Milchsäurekonzentration. Aus dem Verlauf der Messwerte lassen sich die aerobe Schwelle und die individuelle anaerobe Schwelle bestimmen und die auf Sie zugeschnittenen Trainingsempfehlungen ableiten. Falls Auffälligkeiten im EKG, beim Blutdruck oder Puls auftreten, werden die Trainingsempfehlungen entsprechend angepasst.

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Spiroergometrie

Diese Methode hat in der Leistungsdiagnostik einen hohen Stellenwert und erfolgt ebenfalls unter Ergometer-Belastung. Mit ihrer Hilfe kann die maximale Sauerstoffaufnahme, auch VO2max genannt, direkt gemessen werden. Dieser Wert spiegelt Ihren Fitnesszustand wider. Je höher die VO2max, desto fitter sind Sie!

Neben anderen Parametern werden die aufgenommene Sauerstoffmenge sowie die Kohlendioxidabgabe unter Belastung gemessen. Es können dann Schwellen bestimmt werden (sog. ventilatorische anaerobe Schwelle und respiratorischer Kompensationspunkt), anhand derer die individuellen Trainingsbereiche festgelegt werden.

Des Weiteren hilft die Spiroergometrie bei der Differenzierung von unklarer Minderung der Leistungsfähigkeit: Ob Probleme an Lunge oder Herz vorliegen, oder ob es sich um einen alleinigen Trainingsmangel handelt – meist kann durch diese Untersuchung die Ursache der Leistungsschwäche festgestellt werden.

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Diagnostik bei Leistungsschwäche

Fühlen Sie sich schlapp, haben Luftnot oder fühlen Sie sich nicht belastbar? Die Frage, ob die Ursache ein Trainingsmangel ist, oder doch eine Organerkrankung zugrunde liegt, können wir in der Regel beantworten. Mit Hilfe der Spiroergometrie ist es möglich, zwischen Herz- und Lungenerkrankungen zu unterscheiden. Nicht selten handelt es sich auch um eine Kombination beider Erkrankungen. Es kommt aber auch vor, dass sowohl die Herz- als auch die Lungenfunktion unauffällig sind, sodass ein regelmäßiges, auf Sie zugeschnittenes Trainingsprogramm Ihre Belastbarkeit deutlich verbessern kann. Wir arbeiten eng mit Partnern aus verschiedenen Rehabilitationseinrichtungen in und um München zusammen, um Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Ziele zu helfen.

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Sporttauglichkeitsuntersuchungen

Sinnhaftigkeit der Untersuchung bei Kindern und jungen Erwachsenen

Im Leistungssport ist es bereits Pflicht, sich einmal jährlich sportmedizinisch untersuchen zu lassen. In vielen anderen Sportvereinen wird es empfohlen. Dabei wird neben einer umfassenden körperlichen Untersuchung auch ein EKG, eine Echokardiographie und ggf. ein Belastungs-EKG durchgeführt. Dies ist wichtig, um eine angeborene Herzerkrankung auszuschließen. Herzerkrankungen wie die hypertrophe Kardiomyopathie (die häufigste Ursache für plötzlichen Herztod bei jungen Erwachsenen) können erst während des Wachstums sichtbar werden, sodass regelmäßige Untersuchungen sinnvoll sind. Auch andere Erkrankungen wie Herzmuskelentzündungen oder Klappenerkrankungen können die Herzleistung beeinträchtigen. Mittels Echokardiographie und/oder Belastungs-EKG kann eine Herzerkrankung ausgeschlossen werden. Werden orthopädische Probleme auffällig, kooperieren wir mit unseren Kollegen aus der Sportorthopädie.

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Höhenmedizinische Beratung

In den letzten Jahren hat der Bergsport-Trend deutlich zugenommen, neben dem „klassischen“ Wandern haben Bergläufe, Höhenwanderungen und Gletschertouren einen regelrechten Boom erfahren.
Die Höhe birgt jedoch Gefahren in sich: die akute Bergkrankheit kann – wenn nicht rechtzeitig erkannt – durch Entwicklung von Höhenlungen- und Höhenhirnöden lebensgefährlich sein. Hierbei ist das Erkennen der Symptome von zentraler Bedeutung um schnell reagieren zu können. Je höher die angestrebte Höhe, desto höher die Gefahr für akute Bergkrankheit. Bei Herzpatienten kann zudem der niedrigere Sauerstoffgehalt ab einer Höhe von 2500 Metern zu einer Sauerstoff-Minderversorgung des Herzmuskels führen, mit den Folgen, dass Herzrhythmusstörungen oder ein Herzinfarkt auftreten können.
Die Lösung lautet aber nicht, gerade als Herzpatient unter 2.500 Höhenmetern bleiben zu müssen!
In unserer höhenmedizinischen Sprechstunde wird durch unsere Expertin Frau Dr. Alessandra Boscheri das Erkrankungsrisiko individuell abgeschätzt. Durch Leistungstests wie die Spiroergometrie kann die körperliche Leistungsfähigkeit beurteilt werden. Daraus kann abgeschätzt werden, ob die geplante Tour bedenkenlos durchgeführt werden kann. Dabei werden Ziel-Region, Reisehöhe, Höhenmeter/Tag sowie die geplante Aktivität in Stunden/Tag berücksichtigt.
Außerdem wird eingehend über Symptome und Behandlung der Höhenkrankheit aufgeklärt. Gegebenenfalls kann die Verschreibung von Medikamenten nötig sein.
Eine höhenmedizinische Beratung hat sowohl für Herzpatienten als auch für ambitionierte Bergsportler große Bedeutung, um über die individuellen Risiken aufgeklärt zu werden. Außerdem können Sie bei der Planung einer Tour die richtigen Vorsorgemaßnahmen treffen und sind auch im Notfall über Risiken und Therapie informiert.